ATX erstmals seit 2008 bei 3.600 Punkten

Die Wiener Börse hat am Donnerstag leicht im Plus geschlossen. Der ATX stieg um 0,13 Prozent auf 3.600,94 Einheiten.

Nach einer schwachen Eröffnung grenzte der heimische Leitindex bis Mittag seine Verluste ein und drehte sogar leicht ins Plus. Für größere Sprünge reichte es zwar nicht mehr. Allerdings erreichte der ATX erstmals seit 2008 die Marke von 3.600 Punkten.

Von den europäischen Leitbörsen ging kein Impuls aus, sie schlossen uneinheitlich. Eine eindeutigere Tendenz gab es hingegen beim Eurokurs zu sehen. Nachdem am Nachmittag das Protokoll zur jüngsten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht worden war, zog der Euro um über einen Cent bis auf 1,2060 Dollar an. Die EZB hat baldige Änderungen bei ihrer offiziellen Wortwahl zur künftigen Geldpolitik in Aussicht gestellt. Dies wurde am Markt als Hinweis auf eine baldige geldpolitische Straffung interpretiert.

Bei den Einzelwerten rutschten die Aktien der Agrana mit einem satten Minus von 3,04 Prozent ans ATX-Ende ab, obwohl der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern einen Gewinnanstieg gemeldet hatte. In den ersten drei Quartalen im Geschäftsjahr 2017/18 lag das Nettoergebnis bei 127,6 Mio. Euro, nach 95,2 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Angeführt wurde der ATX hingegen von zwei Bankaktien. Die Titel der BAWAG legten um 2,00 Prozent zu, während die Papiere der Erste Group ihre Verluste aus dem Eröffnungshandel abschütteln konnten und um 1,47 Prozent verbessert aus dem Handel gingen.

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