• Unternehmen, das maßgeblich an Agrana beteiligt ist, auf längere Sicht aber zuversichtlich

    Unternehmen, das maßgeblich an Agrana beteiligt ist, auf längere Sicht aber zuversichtlich

Südzucker machen sinkende Preise schwer zu schaffen

Der Wegfall der Schranken auf dem EU-Zuckermarkt setzt dem deutschen Unternehmen Südzucker, das in Österreich mit 42 Prozent an der Agrana beteiligt ist, schwerer zu als gedacht. "Seit 2014 sagen wir voraus, dass uns nun eine schwierige Übergangsphase von mindestens zwei Jahren Dauer bevorsteht", sagte der Finanzchef des Zuckerkonzerns Thomas Kölbl im Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Samstag).

"Allerdings erleben wir seit dem Wegfall des Quotensystems einen unerwartet deutlichen Rückgang der Zuckerpreise auf dem Weltmarkt, der uns über unsere Erwartungen hinaus belastet." So sei etwa der Preis für eine Tonne Weißzucker zum Ende des vergangenen Jahres auf 350 Dollar gefallen von 550 Dollar zu Jahresbeginn.

Seit dem 1. Oktober 2017 ist der europäische Zuckermarkt liberalisiert. Jahrelang geltenden Produktionsquoten, garantierte Mindestpreise und Ausfuhrbeschränkungen wurden damit aufgehoben. Elf Jahre lang hatte die Europäische Union den Absatz über Quoten verteilt und Preise vorgegeben, die Ausfuhren waren auf weniger als zehn Prozent der Produktion beschränkt.

Allerdings zeigte sich der Manager auf längere Sicht zuversichtlich. "Nach der Übergangsphase werden wir unsere Stärken ausspielen." Dazu zähle etwa die bessere Auslastung der Fabrikkapazitäten. Zudem könne die Zuckerindustrie nun mehr außerhalb Europas verkaufen. Südzucker habe etwa die nordafrikanischen Länder im Visier. Dort gebe es eine hohe Nachfrage.

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