• Brexit und hohe Wohnpreise belasten die Branche.

    Brexit und hohe Wohnpreise belasten die Branche.

Europas Baubranche verliert an Fahrt - Austria über Schnitt

Nach einem kräftigen Aufschwung wird die Baubranche ihre Bedeutung als Wachstumslokomotive in Europa in den nächsten zwei Jahren wieder einbüßen - so die gemeinsame Prognose von Forschungsinstituten aus 19 Ländern. In Österreich wird eine Entwicklung etwas über dem Durchschnitt erwartet.

Während EU-weit ein Wachstum von 21,5 Prozent von 2016 bis ins Jahr 2020 erwartet wird, sind es in Österreich 24,6 Prozent. Deutschland weist einen Zuwachs von 18,8 Prozent aus, Italien von 7,3 Prozent.

"Zu den Ursachen zählen etwa die gut ausgelasteten Kapazitäten des Baugewerbes, die hohen Preise für Wohnimmobilien, aber auch wirtschaftspolitische Risiken wie der Brexit", sagte ifo-Experte Ludwig Dorffmeister am Mittwoch in München. Auch sei der nach der Finanzkrise 2008 aufgelaufene Nachholbedarf inzwischen geringer geworden.

Die Bauleistungen in Europa wuchsen dem Forschungsnetzwerk Euroconstruct zufolge im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent. Dieses Jahr dürften sie noch um 2,7 Prozent steigen, zum Ende des Jahrzehnts nur noch um 1,4 Prozent. Auch in Deutschland dürfte die Bautätigkeit 2019 und 2020 zurückgehen. Angesichts des erreichten Niveaus sei das aber "kein Grund zur Panik", betonte Dorffmeister.

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