• Experten rechnen mit BIP-Anstieg von 0,4 Prozent im 2. Quartal

    Experten rechnen mit BIP-Anstieg von 0,4 Prozent im 2. Quartal

Deutschland: Ökonomen erwarten im Juni mehr Wachstum

Trotz einer zuletzt geschrumpften Produktion und stagnierender Exporte hat die deutsche Wirtschaft ihr Wachstum im zweiten Quartal voraussichtlich beschleunigt - entgegen dem Trend in der Eurozone. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen sagen für April bis Juni ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,4 Prozent zum Vorquartal voraus.

Im ersten Vierteljahr hatte es lediglich zu 0,3 Prozent gereicht. In der Währungsunion hat sich das Wirtschaftswachstum dagegen von 0,4 auf 0,3 Prozent verlangsamt, wie bereits bekannt ist. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht seine Schätzung für Deutschland dagegen erst am 14. August.

Europas größte Volkswirtschaft hat am Ende des zweiten Quartals geschwächelt: Industrie, Bau und Versorger stellten im Juni zusammen 0,9 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium mitteilte. Der Rückgang fiel fast doppelt so stark aus wie erwartet. Wegen des starken Abschneidens im Mai reichte es aber im Quartal noch zu einem Wachstum von 0,4 Prozent.

"Die Auftragsbestände von Industrie und Baugewerbe sind weiterhin sehr hoch und das Geschäftsklima liegt trotz Eintrübung noch deutlich im positiven Bereich", gab sich das Ministerium auch für die kommenden Monate optimistisch.

Die deutschen Exporte stagnierten im Juni im Vergleich zum Vormonat. Mehr Dynamik gab es bei den Importen: Sie wuchsen um 1,2 Prozent und damit bereits den dritten Monat in Folge. Im gesamten ersten Halbjahr legten die Exporte trotz des Handelsstreits mit den USA um 3,9 Prozent auf rund 663 Mrd. Euro zu.

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