• Wetten im Volumen von 13 Milliarden Dollar auf Tesla-Kursverfall

    Wetten im Volumen von 13 Milliarden Dollar auf Tesla-Kursverfall

Tesla-Privatisierung könnte Zockern neuen Schlag versetzen

Tesla-Chef Elon Musk sorgte am Dienstag mit einer Serie von Tweets für große Aufregung auf dem Aktienmarkt und kündigte an, das Unternehmen von der Börse nehmen zu wollen. Sollte er dies tun, könnte es ein sogar schwarzes Jahr für sogenannte Short Seller werden.

Diese versuchen, mit Wetten auf fallende Kurse - sogenannten Leerverkäufen - Gewinne einzufahren. Die Hoffnung dahinter: Bis zum Ablauf der Leihfrist fällt der Aktienkurs und die Investoren können sich billiger mit den Papieren eindecken. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

Allein bei Tesla-Aktien summieren sich die Leerverkäufe auf über 13 Mrd. Dollar. Dabei hat der Kurs ungeachtet milliardenschwerer Verluste seit Monatsbeginn um gut 27 Prozent zugelegt und sich seit Frühjahr 2013 sogar verzehnfacht.

Musk hatte am Dienstag angekündigt, Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Ein Übernahmeangebot für die restlichen Aktionäre könnte bei 420 Dollar liegen. Dies ist ein Aufschlag von etwa 23 Prozent zum aktuellen Kurs, der kurz darauf um 11 Prozent zulegte.

In einer firmeninternen E-Mail bestätigte Musk gegenüber Mitarbeitern seine Pläne und äußerte Beweggründe. Eine endgültige Entscheidung gebe es aber noch nicht.

Es gehe darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem Tesla am besten operieren könne. Die starken Schwankungen des Aktienkurses seien eine große Ablenkung für alle Mitarbeiter. Zudem sorge die mit der Börsennotierung einhergehende Pflicht, Quartalszahlen zu veröffentlichen, für enormen Druck.

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